Gaststätte Stiefelknecht
  Über das Gasthaus
 

Warum der Name "Stiefelknecht"?


Der Name hat mit einem Stiefelknecht, wie man ihn zum Schuhe ausziehen benutzt, nur indirekt zu tun. Vielmehr bezieht er sich auf das Flurstück an der Waldsiedlung, welches diesen Namen vor langer Zeit bekam. Dort, wo heute das Gasthaus steht, befand sich früher eine Ausweichstelle und Wendemöglichkeit für die Fuhrwerke der Holztransporte aus dem Werdauer Wald. Da diese die ungefähre Form eines Stiefelknecht's hatte, wurde der Ort von den Einheimischen kurzehand so genannt. Der Name ist bis heute erhalten geblieben und auch für das Siedlerheim übernommen worden.



Zur Geschichte der Gaststätte
(Auszug aus der Festschrift zum 25jährigen Bestehen der Sparte "Werdauer Waldsiedlung")

Nach Beendigung des 2. Weltkrieges, im Jahre 1945, wurde das Waldgebiet an der Westseite der Stadt Werdau abgeholzt. Die entstandene Fläche wurde zu Pfingsten 1948, auf Grund der Bodenreformverordnung an die Siedler als persönlich vererbbares Eigentum übergeben.

Nun stand vor den Gründern der Sparte eine fast unlösbare Aufgabe. Trotz vieler Entbehrungen und körperlich nicht in bester Verfassung, gingen sie voller Zuversicht ans Werk, dem kargen Waldboden etwas abzugewinnen. Nach der Urbarmachung wurden als erstes Kartoffeln und Getreide angebaut.
In dieser Zeit fanden sich einige bereit, zum Wohle der anderen ehrenamtliche Arbeit zu übernehmen. In einer kümmerlichen Laube wurden die ersten Sitzungen abgehalten, bis man eine Wohnbaracke erwarb, deren eine Hälfte als Kulturheim für die Sparte am Stiefelknecht umgestaltet wurde.



Dort wurde unter anderem der Bau eines Kulturhauses und einer dazugehörigen Wohnug beschlossen. Die Mitglieder erwarben Anteilscheine, um den Bau zu finanzieren, arbeiteten hart und schwer für ihr Heim, spendeten und opferten viele Stunden ihrer Freizeit.



Als das Siedlerheim stand, galt es neue Probleme zu bewältigen. Als erstes machte sich unbedingt ein Stromanschluß erforderlich. So wurde im Jahr 1963 eine "Lichtgemeinschaft" gegründet. Fortan wurde nicht nur das Siedlerheim sondern auch die Kleingärten mit Elektrizität versorgt.
Ein großes Problem war die Wasserversorgung. Aufgrund des damls herschenden Materialmangels konnte lange Zeit nur ein Provisorium, welches "Sommerleitung" genannt wurde, betrieben werden. Zum 25. Jubiläum der Sparte im Jahr 1973 war dann die so genannte "Winterleitung" zu zwei Dritteln realisiert.
Der Wert des Siedlerheims und der angrenzenden Anlagen wurde damals mit "über 100 000 Mark (der DDR)" beziffert.

(wird fortgesetzt)
 
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